Unser Unterrichtsgang zur Obernauer Geschichte

Am Freitag, den 29.4.2016, gingen wir durch Obernau, um uns die Gebäude anzuschauen, von denen wir im HSU - Unterricht gesprochen hatten.
Zuerst besichtigten wir die Stelle, wo früher das untere Tor stand, und sich heute das Einkaufsparadies befindet. Am unteren Tor hing früher ein Wappen. Viele Leute denken, das ist das Wappen von Obernau. Aber nein, das stimmt nicht! Es ist das Wappen von Erz-bischof Wolfgang von Dalberg, der um die Zeit 1594 regiert hatte. Heute kann man das Wappen am alten Rathaus besichtigen.

Am unteren Tor gab es früher auch eine Marienfigur. Eine alte Frau hatte Gicht und wurde deshalb im 30jährigen Krieg in einer Scheune versteckt, weil sie nicht mit den anderen fliehen konnte. Da sie überlebte, stellte sie zum Dank eine Marienfigur im unteren Tor auf. Diese sieht man jetzt in der Hauswand in der Hauptstraße 77. Dort wohnt die Familie Knecht. Am Rathaus schauten wir uns das Wappen aus der Nähe an und sahen darauf ein Schwert, einen Bischofsstab und die Mitra. Der untere Teil ist viergeteilt und zeigt das Familienwappen der Dalberg.

Die nächste Station war der alte Kirchturm. Über dem Eingang befinden sich römische Zahlen: MDCCLXXXXII. Das bedeutet, dass der Turm 1792 erbaut wurde. Dieser Turm ist ein Überrest von der alten Kirche. Er ist das Wahrzeichen Obernaus und steht unter Denkmalschutz.

Nun besichtigten wir die neue Kirche. Sie wurde 1960/62 erbaut. Man findet hier ganz einzigartige Goldschmiedearbeiten von Adelmar Dölger, z.B. den Osterleuchter oder den Tabernakel. An der Altarwand sahen wir ein riesiges Mosaikbild, auf dem auch die beiden Schutzpatrone der Kirche mit Jesus zu sehen sind: Petrus und Paulus.

Früher stand das obere Tor der Dorfmauer dort, wo jetzt das Haus Oberle steht. Von dort kam man nach Sulzbach.
Unser nächster Halt war an der alten Schule. Sie wurde 1895 erbaut und war das dritte Schulgebäude Obernaus.
Durch die Schulgasse ging es weiter zum oberen Rondell. Wenn man dann am Main entlang weiter geht, kommt man zum unteren Rondell.

Vor dem alten Dorffriedhof steht die Schmiede Wombacher. Hier befand sich einmal das älteste Schulhaus.
Bei diesem Unterrichtsgang lernten wir viel und er machte uns Spaß.


Dana und Klara, Klasse 4b

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